Anne Frank Tage 2026 – Gemeinsam erinnern, Haltung zeigen und Zukunft gestalten

Vom 1. bis zum 3. Juni 2026 standen an der Kardinal-von-Galen Schule erneut die Anne Frank Tage im Zeichen von Erinnerung, Demokratie und gesellschaftlichem Engagement. Organisiert und begleitet wurden diese von der Aktionsgruppe „Schule gegen Rassismus“ unter der Leitung von Frau Dr. Faust mit tatkräftiger Unterstützung der Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen. Damit knüpfte die Schule an die erfolgreiche Tradition der vergangenen Jahre an, in denen die Anne Frank Tage immer wieder wichtige Impulse für ein respektvolles und demokratisches Miteinander gesetzt haben.

Während der drei Projekttage, die in diesem Jahr unter dem Motto „Geschichte erzählen standen, erwartete die Schulgemeinschaft ein vielfältiges Programm. Eine Rallye lud die Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich aktiv mit dem Leben Anne Franks, den Themen Menschenrechte, Toleranz und Demokratie auseinanderzusetzen. Darüber hinaus fand der Muffinverkauf für den guten Zweck großen Anklang und bot allen Teilnehmenden die Möglichkeit, die Anne Frank Tage aktiv zu unterstützen.

Ein erstes Highlight war der Besuch unseres Paten im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, Steffen Puttkammer, am Montag. In Gesprächen mit den Schülerinnen und Schülern machte er deutlich, wie wichtig Zivilcourage, Respekt und gegenseitige Wertschätzung im Alltag sind. Bereits seit Beginn unseres Engagements unterstützt er die Arbeit der Aktionsgruppe und setzt gemeinsam mit unserer Schule ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Am Dienstag waren die Omas und Opas gegen Rechts bei uns zu Gast. Mit verschiedenen Mitmachaktionen, Gesprächen und kreativen Impulsen regten sie dazu an, sich mit demokratischen Werten auseinanderzusetzen und Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu übernehmen. Die Begegnungen zwischen den Generationen wurden von vielen Schülerinnen und Schülern als besonders bereichernd wahrgenommen.

Den Abschluss der Anne Frank Tage bildete am Mittwoch der Vortrag von Autor und Content-Creator Louis Pawellek zum Thema „Die letzten Stimmen des Holocausts“. Vor den neunten Klassen sowie den Mitgliedern der Aktionsgruppe berichtete er eindrucksvoll über die Schicksale von Holocaust-Überlebenden und die Verbrechen des Nationalsozialismus mit besonderem Schwerpunkt auf Auschwitz. Sein Vortrag machte deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur auch heute noch ist. Gleichzeitig richtete er einen eindringlichen Appell an die Zuhörerinnen und Zuhörer, sich entschieden gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit einzusetzen und das Erinnern an die Opfer des Holocausts lebendig zu halten. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden zahlreiche Fragen gestellt und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen kritisch reflektiert.

Die Anne Frank Tage 2026 haben erneut gezeigt, wie wichtig es ist, Geschichte lebendig zu halten und Haltung zu zeigen. Sie erinnern uns daran, dass Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern jeden Tag neu geschützt und gelebt werden müssen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Schülerinnen und Schülern, den Abschlussklassen, der Aktionsgruppe „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“, Frau Dr. Faust sowie allen Gästen und Kolleginnen und Kollegen, die zum Gelingen dieser besonderen Tage beigetragen haben.

Die Anne Frank Tage waren auch in diesem Jahr ein voller Erfolg – und wir freuen uns schon jetzt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr. 🕊️

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